{"id":4155,"date":"2022-11-05T06:17:53","date_gmt":"2022-11-05T06:17:53","guid":{"rendered":"https:\/\/visegradpost.com\/?p=4155"},"modified":"2025-06-08T06:20:07","modified_gmt":"2025-06-08T05:20:07","slug":"antonin-brousek-afd-west-und-ostdeutschland-sind-so-unterschiedlich-wie-nord-und-sueditalien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/visegradpost.com\/de\/2022\/11\/05\/antonin-brousek-afd-west-und-ostdeutschland-sind-so-unterschiedlich-wie-nord-und-sueditalien\/","title":{"rendered":"Anton\u00edn Brousek (AfD): \u201eWest- und Ostdeutschland sind so unterschiedlich wie Nord- und S\u00fcditalien\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>Anton\u00edn Brousek ist Abgeordneter der patriotischen Partei Alternative f\u00fcr Deutschland (AfD) im Berliner Abgeordnetenhaus. Lionel Baland befragte ihn zur Lage der AfD in der einst zweigeteilten deutschen Bundeshauptstadt und zu den Gr\u00fcnden f\u00fcr den gro\u00dfen Erfolg der AfD im Osten der Bundesrepublik, w\u00e4hrend die Partei im Westen deutlich schlechter abschneidet.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Dieses von Lionel Baland durchgef\u00fchrte Interview wurde am 31. Oktober in franz\u00f6sischer Sprache auf\u00a0Breizh-Info\u00a0ver\u00f6ffentlicht.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Breizh-info<\/strong>:\u00a0<em>Wer sind Sie und warum haben Sie sich entschieden, der AfD beizutreten und auf ihren Listen zum Abgeordneten in Berlin gew\u00e4hlt zu werden?<\/em><\/p>\n<p><strong>Anton\u00edn Brousek<\/strong>: Mein Name ist Anton\u00edn Brousek. Ich bin 60 Jahre alt. Von Beruf bin ich Richter. W\u00e4hrend meines Mandats im Parlament ruht mein Richteramt. Ich bin etwas anders als viele AfD-Politiker. \u00a0Einerseits bin ich in Prag geboren, lebe aber seit dem Prager Fr\u00fchling 1968 in Deutschland. Ich bin aber meiner tschechischen Heimat ebenso eng verbunden wie Deutschland. Andererseits habe ich mich entschlossen Politiker zu werden, obwohl ich eine an sich untadelige Karriere in der Justiz absolviert habe. In der AfD gibt es viele \u00e4ltere Politiker, die sich erst nach dem Ende ihrer beruflichen Laufbahn in der AfD engagieren. Sie denken, sie h\u00e4tten jetzt nichts mehr zu verlieren. Dann gibt es leider manche Abenteurer mit gebrochenen Lebensl\u00e4ufen, f\u00fcr die die politische T\u00e4tigkeit eine neue Lebenschance war, die sie ergriffen. Sie hatten ohnehin nichts zu verlieren, weil sie bislang im Leben auch nichts gewonnen hatten. Ich aber hatte mich entschlossen, meine Karriere zu unterbrechen, ohne R\u00fccksicht auf meinen weiteren Werdegang.<\/p>\n<p>Anlass dazu war die uns\u00e4gliche Einwanderungspolitik von Kanzlerin Merkel ab 2015. Ich war von Anfang an \u00fcberzeugt, dass diese Politik dazu beitr\u00e4gt, Deutschland zu schaden. Hinzu kam der Meinungskorridor in Deutschland, wo es nicht mehr m\u00f6glich wurde, Kritik zu \u00e4u\u00dfern, ohne gesellschaftlich ausgegrenzt zu werden. So darf man den Ausdruck des \u201e<em>grand remplacement<\/em>\u201c in Deutschland nicht benutzen, ohne dass es sofort den Verfassungsschutz, also den deutschen Innengeheimdienst mobilisiert.<\/p>\n<p>Die AfD habe ich von Anfang an mit Sympathie beobachtet, mich aber nicht engagiert, weil ich an sich kein eingagierter Typ Mensch bin. Als ich aber merkte, dass deutsche Patrioten desavouiert und ausgegrenzt werden, ja die AfD f\u00fcr alle Missst\u00e4nde in Deutschland verantwortlich gemacht wird, die dem politischen Mainstream widersprachen, bekam ich den Eindruck, dass nur ein beherztes Eintreten f\u00fcr deutsche Interessen Deutschland helfen kann. Ich wollte nicht in einer Welt der L\u00fcge leben und in einem Land, das sich selbst zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p>So trat ich 2021 in Berlin in\u00a0die AfD\u00a0ein.<\/p>\n<p>Listenkandidat und damit Abgeordneter wurde ich mehr zuf\u00e4llig. Ich hatte mich beim Parteitag 2021 gegen interne Absprachen und Listen gewandt, weil ich den Eindruck hatte, dass insoweit keine Auswahl der besten Kandidaten sondern der angepasstesten Kandidaten erfolgt. Das hat die Basis \u00fcberzeugt. Ich habe mir mit diesem Aufstand gegen das Parteiestablishment aber auch viele Feinde gemacht.<\/p>\n<p><strong>Breizh-info<\/strong>:\u00a0<em>Wie erkl\u00e4ren Sie sich den gro\u00dfen Unterschied in den Wahlergebnissen der AfD zwischen West- und Ostdeutschland? Vertritt die AfD in diesen beiden Teilen des Landes eine andere politische Linie bzw. wird sie anders wahrgenommen?<\/em><\/p>\n<p><strong>Anton\u00edn Brousek<\/strong>: Westdeutschland und Ostdeutschland sind so verschieden wie Norditalien und S\u00fcditalien. Diesen Unterschied kennt in Europa jeder. Ostdeutschland ist einfach viel deutscher als Westdeutschland. Es gab dort von 1933 \u00a0bis 1989 keine Demokratie. Es gab nach 1945 kein amerikanisches Umerziehungssystem und kein Brainwashing. In Westen sind viele Menschen amerikanisiert und durch Wohlstand verdummt und entpolitisiert. Traditionen und Identit\u00e4t wurden aufgegeben zugunsten einer kulturellen Westbindung ohne Beibehaltung eigener Wurzeln. Hinzu kam die starke Einwanderung und Internationalisierung seit den 60er Jahren. Der Osten ist deutsch geblieben, im Guten wie im Schlechten. Auch ethnisch. Hinzu kam die fortw\u00e4hrende Indoktrinierung durch Kommunisten und Sowjets. Die Menschen lebten in einem System, das sie belog, betrog und einsperrte. Dadurch wurden sie vorsichtig, umsichtig und blieben mental autark. Deutsche Traditionen lebten auf nat\u00fcrliche Art weiter, weil man unter sich blieb und keinen echten Vergleich hatte. Es war sozusagen eine Art ethnischer Faradayk\u00e4fig und zugleich eine Zeitmaschine.<\/p>\n<p>Die Menschen im Osten lassen sich nichts vormachen, ganz besonders seit 1989 bzw. 2015. Und das ist auch gut so. L\u00fcgen und Ideologien werden erkannt und demaskiert. Im Westen fand nach 1968 ein gesellschaftlicher Umbruch statt, der strikt linkes Denken als einzig vertretbare Weltanschauung f\u00fcr m\u00f6glich hielt. Insoweit stehen sich hier in West und Ost verschiedene Gesellschaftsmodelle gegen\u00fcber. Die Menschen in Ostdeutschland erkennen teilweise viel schneller, wenn sie f\u00fcr dumm verkauft werden.<\/p>\n<p>Auch im Westen gibt es zahlreiche Patrioten, die die Merkelpolitik als falsch erkannten. Dennoch sind die Menschen vorsichtiger und weniger auf Widerstand aus. Insoweit wird dieselbe Politik in West und Ost teilwiese verschieden gewertet. Auch ist die Politik der AfD in West und Ost teilweise verschieden. Im Westen ging es am Anfang um Ablehnung des Euro und eine libert\u00e4r-konservative Politik als Folge des Linksdralls der urspr\u00fcnglich konservativen deutschen Christdemokraten. Im Osten ging es von Anfang an mehr um Bewahrung der Identit\u00e4t, Ablehnung von Bevormundung und einen konservativ-sozialen Ausgleich. Das erkl\u00e4rt auch die verschiedenen Wahlergebnisse in West und Ost.<\/p>\n<p>Ich finde das nicht bedenklich, da gro\u00dfe L\u00e4nder nicht einheitlich sein m\u00fcssen und k\u00f6nnen. Bis 1945 gab es in Deutschland einen deutlichen Gegensatz zwischen dem katholischen, traditionellen S\u00fcden und dem protestantischen, sozialdemokratischen Norden. Jetzt gibt es West und Ost. Beides aber ist Deutschland. Das ist der AfD bewusst und sie stellt sich sehr darauf gut ein.<\/p>\n<p><strong>Breizh-info<\/strong>:\u00a0<em>Gibt es diese Kluft auch in Berlin, der einst durch die Mauer zweigeteilten Stadt? In welchen Stadtteilen der Bundeshauptstadt ist die AfD aktiv?<\/em><\/p>\n<p><strong>Anton\u00edn Brousek<\/strong>: Ich bin in Westberlin aufgewachsen und wei\u00df, dass viele echte Berliner (in Berlin leben viele Menschen aus allen Teilen Deutschlands) Westberlin und Ostberlin fast als zwei verschiedene St\u00e4dte empfinden. Das betrifft auch die j\u00fcngere Generation. Der Westen war immer b\u00fcrgerlich, der Ostteil der Stadt eher proletarisch. Diese Kluft der zwei Stadth\u00e4lften ist immer noch da, mental, geographisch und politisch. Ich wei\u00df, dass ich mich mit dieser Aussage in Berlin beliebt mache, bin aber \u00fcberzeugt davon.<\/p>\n<p>In den sogenannten \u201eguten\u201c Stadtvierteln im Westen w\u00e4hlen die AfD weniger als 5 %, im Ostteil teilweise bis zu 20%. Die AfD ist in allen Stadtteilen, West wie Ost, \u00a0politisch vertreten, alle Bezirke arbeiten eng zusammen. Wirklich stark ist sie aber in\u00a0traditionellen Stadtteilen im Ostteil von Ostberlin.<\/p>\n<p>Wenn es uns in Berlin aber in 33 Jahren seit der Wiedervereinigung nicht gelungen ist, den West-Ost-Gegensatz wirklich zu \u00fcberwinden, wird das wohl noch eine weitere Generation dauern. Die AfD ist aber auch in Westberlin dort stark, eben dort wo sozial schw\u00e4chere Schichten wohnen \u2013 abgesehen von den Migtantenvierteln nat\u00fcrlich. Gerade in echten Gro\u00dfst\u00e4dten wie Berlin ist die AfD eine Partei des Proletariats (wenn es \u00fcberhaupt ein solches in Deutschland noch gibt), in Kleinst\u00e4dten aber eher eine Partei der unteren Mittelklasse, der\u00a0<em>petite bourgeoisie<\/em>\u00a0eben. Die gehobene Mittelschicht und das wenige deutsche Gro\u00dfb\u00fcrgertum w\u00e4hlen uns kaum.<\/p>\n<p>Diese Schichten\u00a0haben sich mental und ideologisch v\u00f6llig der Partei der Gr\u00fcnen ergeben. Das gilt f\u00fcr Berlin leider ganz besonders.<\/p>\n<p>Diese Schichten zerst\u00f6ren sich selbst und ihr Land, ohne es sich klar zu machen. Die \u201eguten\u201c Bezirke in Westberlin und das Zentrum der Stadt sind fest in gr\u00fcner Hand, egal wie sch\u00e4dlich die bestehende Politik f\u00fcr Deutschland ist.<\/p>\n<p>Deutschland ist f\u00fcr diese Klassen eben kein politischer Begriff mehr. Es geht ihnen mehr um mentales,\u00a0selbstgerechtes Wohlbefinden.<\/p>\n<p><strong>Breizh-info<\/strong>:\u00a0<em>Aus welchen Parteien kommen die W\u00e4hler der AfD in Ostdeutschland? Ist die postkommunistische Partei Die Linke eine Konkurrenz f\u00fcr die AfD? Haben nicht einige ihrer W\u00e4hler eine gewisse Nostalgie f\u00fcr die DDR?<\/em><\/p>\n<p><strong>Anton\u00edn Brousek<\/strong>: Die AfD-W\u00e4hler in Ostdeutschland kamen zun\u00e4chst von der CDU, den Christdemokraten. Die alten Konservativen hatten die Menschen im Osten zuerst entt\u00e4uscht. Mittlerweile haben die Menschen aber verstanden, dass auch die SPD, die Sozialdemokraten, die in einzelnen Teilen Ostdeutschlands sehr stark waren, und vor allem auch die postkommunistische Partei \u201eDie Linke\u201c die deutsche Arbeiterklasse vergessen bzw. verraten haben.<\/p>\n<p>Die Menschen im Osten sind sehr sozialbewusst, sie wollen Ausgleich, Gerechtigkeit und Wohlstand f\u00fcr alle. Sie wurden von der Zeit nach 1990 sozial \u00fcberrannt und entrechtet. Die Menschen wollten 1989 wirklich politische Freiheit. Sie bekamen aber genau das, was Anatole France sagte, als er die gerechte Freiheit erw\u00e4hnte, die es Armen wie Reichen erlaubt, unter Br\u00fccken zu schlafen.<\/p>\n<p>Freiheit ohne Wohlstand funktioniert nur schlecht. Die Menschen bevorzugen im Allgemeinen ohnehin eher den Wohlstand, zumindest wenn sie nur eine Wahl haben. Jetzt ist in Deutschland aber auch die Freiheit in Frage gestellt, man denke nur an das unerbittliche deutsche Coronaregime. Insoweit ist \u201eDie Linke\u201c mittlerweile dabei, sich als politische Kraft in Deutschland zu verabschieden. Sie vertritt heutzutage mehr als Klassenkampf einen globalen linken Wokismus, mit dem der klassische W\u00e4hler der Linken nichts anfangen kann.<\/p>\n<p>Die W\u00e4hler der Linken in Ostdeutschland wandern massenhaft zur AfD ab. Das gleiche gilt f\u00fcr die W\u00e4hler der SPD, die zum Beispiel in Sachsen \u2013 immerhin dem Gr\u00fcndungsland der deutschen Sozialdemokratie \u2013 von Anfang an recht marginal war. Eine DDR-Nostalgie gab es viele Jahrzehnte lang. Sie schwindet aber mehr und mehr. In den Reihen der AfD-W\u00e4hler ist sie ohnehin nicht zu finden. Von Anfang an war sie es nicht. Die alten Genossen, die der DDR nachtrauern, waren ohnehin eher dezidiert immer nur f\u00fcr die Linkspartei\/PDS\/SED.<\/p>\n<p><strong>Breizh-info<\/strong>:\u00a0<em>F\u00fchlen Sie sich als Abgeordneter der AfD im Berliner Abgeordnetenhaus in Ihrem politischen, gesellschaftlichen oder privaten Leben diskriminiert oder gef\u00e4hrdet?<\/em><\/p>\n<p><strong>Anton\u00edn Brousek<\/strong>: Ich f\u00fchle mich als AfD-Abgeordneter im Landtag fast durchgehend ausgegrenzt und missachtet. Wir werden im Fahrstuhl nicht gegr\u00fc\u00dft, im Ausschuss als Nazis diffamiert und im Plenum als Nichtdemokraten bezeichnet. Man verachtet uns und l\u00e4sst uns das sp\u00fcren. Das gilt auch im sozialen Leben.<\/p>\n<p>Ich habe nicht wenig Freunde und Bekannte, die mit mir keinen Kontakt mehr pflegen, seit ich Mitglied in der AfD bin. Das sind teilweise Freunde, die ich noch aus der Grundschule kenne, oder aber Arbeitskollegen, mit denen ich jahrzehntelang zusammengearbeitet habe. Diese Konflikte machen auch vor meiner eigenen Familie nicht halt. Meine erwachsene Tochter hat monatelang nicht mit mir gesprochen, meine Frau br\u00fcllt mich wegen politischer Differenzen regelm\u00e4\u00dfig an.<\/p>\n<p>Auch mein Dienstherr, die Justiz, hat sich teilweise nicht ehrenhaft verhalten. Aus meinem Amt als Richter konnte man mich nicht entfernen, ich wurde aber als Referendarausbilder und Pr\u00fcfer im juristischen Staatsexamen entlassen, als sich Referendare beschwerten, dass sie nicht von einem AfD-Mitglied ausgebildet werden wollen. Nachdem die Referendare die linke b\u00fcrgerliche Presse eingeschaltet hatten, ging das ganz schnell. Ich musste ohne Anh\u00f6rung gehen, und zwar mit den Worten: \u201eDas m\u00fcssen Sie doch verstehen, dass wir so jemanden nicht behalten k\u00f6nnen, das w\u00fcrde nur zu Problemen und Gerichtsverfahren f\u00fchren!\u201c<\/p>\n<p>In Situationen wie diesen lernt man schnell, wer ein wirklicher Freund ist.<\/p>\n<p>Und wie schnell normale Menschen sich dem Zeitgeist, egal wie er sei,\u00a0anpassen. Man wird da nicht zum Philanthropen.<\/p>\n<p><strong>Breizh-info<\/strong>:\u00a0<em>Mit welchen konkreten Problemen haben die Berliner zu k\u00e4mpfen und welche L\u00f6sungen schl\u00e4gt die AfD vor, um diese zu l\u00f6sen?<\/em><\/p>\n<p><strong>Anton\u00edn Brousek<\/strong>: Die Berliner AfD muss sich vor allem dem Problem stellen, dass Berlin als Stadt und deutsches Bundesland eine Art \u201efailed state\u201c ist. Auf hohem Niveau nat\u00fcrlich \u2013 wir sind nicht Somalia. Verglichen aber mit den soliden Verh\u00e4ltnissen wie ich sie in Prag und der Tschechischen Republik gut kenne, sind wir in Berlin eine Art Dritteweltland. Und Tschechien ist immerhin postkommunistisch, dort l\u00e4uft es aber viel besser.<\/p>\n<p>In Berlin darf man nicht fragen, was nicht funktioniert sondern, was \u00fcberhaupt noch funktioniert. Um bei einer Beh\u00f6rde einen Termin zu bekommen, braucht man als B\u00fcrger mehrere Monate, das nur als ein Beispiel. Die Regierungskoalition bestehend aus Linke, Gr\u00fcnen und SPD versucht in der ganzen Stadt eine neostalinistische, woke Globalismusideologie durchzusetzen. Das durchdringt alle Lebensbereiche wie eine Krebsmetastase, n\u00e4mlich Gedanken, Worte, Ideen, L\u00f6sungen. Der Schuldenstand ist enorm, Schulen verkommen, Schwimmb\u00e4der werden geschlossen, \u00f6ffentlicher Nahverkehr und Stra\u00dfen sind marode, Wohnungen sind nicht bezahlbar, es gibt auch fast keine. Zudem werden Autos zugunsten von Radfahrern militant benachteiligt, Sch\u00fcler werden indokriniert, Kleinkinder mit queeren Sexmodellen traktiert. Das Land huldigt einer Ideologie von fast unbegrenzter Einwanderung \u2013 unsere Schultern sollen alle M\u00fchseligen und Beladenen aus der ganzen Welt tragen. Corona ist f\u00fcr diese Leute keine Krankheit sondern eine Ideologie, der Krieg der Ukraine angeblich unser Krieg. Wer etwas zu kritisieren wagt, wird als Faschist bezeichnet. Presse, Rundfunk und Zeitungen wirken gleichgeschaltet. Die Berliner Universit\u00e4ten erlauben so viel Meinungsfreiheit wie in Moskau in den Jahren 1936-1939.<\/p>\n<p>Die klaren und einfachen L\u00f6sungen der AfD in Berlin sind Schuldenbremse, Einsparung aller Ideologieprojekte wie \u201eUnterst\u00fctzung der Afrodiaspora\u201c, Einwanderungsstopp, Abschiebung von illegalen Migranten, Grenzschlie\u00dfung, Entideologisierung von Schulen und Universit\u00e4ten, Wohnungsneubau, Stra\u00dfenbau, Sozialma\u00dfnahmen f\u00fcr legal in Berlin lebende Menschen. Eigentlich sind alles ganz normale Projekte, die uns den Hass der Gegenseite zuziehen, obwohl sie nur dem gesunden Menschenverstand entspringen.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber h\u00e4ngt noch das Damoklesschwert des Parteiverbots der AfD, weil sie angeblich verfassungsfeindlich sei.<\/p>\n<p>L\u00f6sungen, die wir vorschlagen, werden im Parlament grunds\u00e4tzlich abgelehnt, zuweilen aber dann unter gr\u00fcnroter Fahne als angebliche Idee der Linken dann doch eingef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Wir k\u00e4mpfen irgendwie gegen Windm\u00fchlen, lassen uns aber genauso wie der Ritter aus La Mancha nicht abschrecken.<\/p>\n<p>Nur erkennen wir im Gegensatz zu Don Quixote die Realit\u00e4ten.<\/p>\n<p><strong>Breizh-info<\/strong>:\u00a0<em>Wie steht Ihre Partei zum Krieg in der Ukraine, zum Fl\u00fcchtlingsstrom, zur Inflation, zu den deutschen Waffenlieferungen an die Ukraine, zu den Sanktionen gegen Russland, zum russischen Gas?<\/em><\/p>\n<p><strong>Anton\u00edn Brousek<\/strong>: Die AfD vertritt zum Ukrainekrieg eine klare Position, wenngleich es intern dazu nicht immer v\u00f6llige Einigkeit gibt.<\/p>\n<p>Die AfD vertritt aber insoweit die Grunds\u00e4tze der Basisdemokratie und lehnt die Kritiklosigkeit etablierter Systemparteien ab.<\/p>\n<p>Diese Positionen sind:\u00a0Es handelt sich um einen russischen Angriffskrieg. Dieser Angriff muss auf jeden Fall beendet werden, jedoch durch Verhandlungen und nicht durch Waffenlieferungen oder gar Sanktionen gegen Russland. Auch wenn Pr\u00e4sident Putin diesen Krieg zu Unrecht entfesselte, sind der Westen und vor allem die USA langj\u00e4hrig nicht ohne eigene Schuld am Kriegsausbruch. Die AfD lehnt eine deutsche Kriegsbeteiligung \u2013 auch indirekter Art- dezidiert ab. Sie steht dennoch solidarisch mit den ukrainischen Opfern des Krieges. Diese wurden in Deutschland in gro\u00dfer Zahl und mit echter Herzlichkeit aufgenommen. Diese europ\u00e4ischen Fl\u00fcchtlinge bringen zwar keine Islamisierung, Afrikanisierung und Kriminalit\u00e4t mit sich wie der letzte Fl\u00fcchtlingsstrom, dennoch kann diese Aufnahme nicht unbegrenzt erfolgen.\u00a0Es fehlen nunmehr Platz und finanzielle Mittel, zudem gibt es klaren Sozialmissbrauch, gerade bei uns in Berlin.\u00a0In diesem Konflikt d\u00fcrfen nicht aus ideologischen Gr\u00fcnden die Belange Deutschlands einfach grob missachtet werden, wie es die derzeitige Bundesregierung erkl\u00e4rterma\u00dfen tut. Vor allem muss die Versorgungssicherheit Deutschlands mit Gas sichergestellt werden.\u00a0Nordstream ist wieder zu reaktivieren.\u00a0Deutschland muss auf europ\u00e4ischer Ebene (!) auf einen Friedensschluss zwischen Russland und der Ukraine hinwirken, mag dieser auch ein Kompromissfrieden sein.\u00a0Vor allem darf sich Deutschland nicht zum gef\u00fcgigen Vasallen Washingtons oder aber zum billigen Handlanger Kiews machen.\u00a0Dieser Krieg ist nicht unser eigener Krieg und sollte nicht in unser Land oder nach Europa (im politischen Sinne) getragen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anton\u00edn Brousek ist Abgeordneter der patriotischen Partei Alternative f\u00fcr Deutschland (AfD) im Berliner Abgeordnetenhaus. Lionel Baland befragte ihn zur Lage der AfD in der einst zweigeteilten deutschen Bundeshauptstadt und zu den Gr\u00fcnden f\u00fcr den gro\u00dfen Erfolg der AfD im Osten der Bundesrepublik, w\u00e4hrend die Partei im Westen deutlich schlechter abschneidet. &nbsp; Dieses von Lionel Baland<\/p>","protected":false},"author":5,"featured_media":4156,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[34],"tags":[],"class_list":["post-4155","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-aktuelles"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/visegradpost.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4155","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/visegradpost.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/visegradpost.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/visegradpost.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/visegradpost.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4155"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/visegradpost.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4155\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/visegradpost.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4156"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/visegradpost.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4155"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/visegradpost.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4155"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/visegradpost.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4155"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}