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„Sieben Experten sind sich einig“: Israel baut geheime Atomanlage in Dimona die neues Plutonium produziert oder Nuklearwaffen montiert

„Sieben Experten sind sich einig“: Israel baut geheime Atomanlage in Dimona die neues Plutonium produziert oder Nuklearwaffen montiert
KURZ GESAGT
  • 🔍 Neue Satellitenbilder zeigen umfassende Bauarbeiten am Shimon Peres Negev Nuclear Research Center.
  • 🛠️ Experten vermuten einen Schwerwasserreaktor oder eine Anlage zur Montage von Atomwaffen.
  • 🔒 Israels nukleare Zweideutigkeit und fehlende internationale Aufsicht sorgen für Besorgnis.
  • 🌍 Die Bauarbeiten werfen Fragen zur Stabilität im Nahen Osten und zu möglichen internationalen Reaktionen auf.

Neue Satellitenbilder zeigen umfassende Bauarbeiten am Shimon Peres Negev Nuclear Research Center nahe Dimona, einem lange mit Israels geheimem Atomwaffenprogramm verbundenen Standort. Experten vermuten, dass es sich um einen neuen Schwerwasserreaktor oder eine Anlage zur Montage von Atomwaffen handeln könnte. Die Geheimhaltung um Israels Programm erschwert jedoch eine eindeutige Bestimmung. Klar ist, dass die Bauarbeiten erneut die Aufmerksamkeit auf Israels Status als einzige Atommacht im Nahen Osten lenken werden, eine Position, die das Land nie offiziell bestätigt oder dementiert hat. Diese Entwicklung kommt zu einer sensiblen Zeit, nur wenige Monate nachdem Israel und die Vereinigten Staaten iranische Nuklearanlagen angegriffen haben.

Bewertungen von Experten anhand von Satellitenbildern

Wie AP News berichtet, haben sieben Nuklearexperten die neuesten Bilder untersucht, und alle sind sich einig, dass die Bauarbeiten mit Israels Atomprogramm in Verbindung stehen. Doch über den Zweck herrscht Uneinigkeit. Drei Experten glauben, dass die mehrstöckige Bauweise und das Ausmaß des Projekts auf einen neuen Schwerwasserreaktor hinweisen, der Plutonium und andere für Atomwaffen verwendbare Materialien produzieren kann.

Vier weitere Experten vermuten, dass es sich um eine Anlage zur Montage von Atomwaffen handeln könnte, betonen jedoch, dass der Bau noch in einem frühen Stadium ist. „Es ist wahrscheinlich ein Reaktor — diese Einschätzung ist nur indirekt, aber so ist das eben bei solchen Dingen“, sagte Jeffrey Lewis vom James Martin Center for Nonproliferation Studies laut dem Bericht. „Es ist schwer vorstellbar, dass es etwas anderes ist.“ Israel und das Weiße Haus lehnten eine Stellungnahme zu den Ergebnissen ab.

Baugeschichte und Designhinweise

Berichte über Aushubarbeiten in Dimona tauchten erstmals 2021 auf, als Bilder ein großes Loch in der Nähe des ursprünglichen Reaktors zeigten. Neue Bilder vom 5. Juli, aufgenommen von Planet Labs PBC, zeigen nun dicke Betonwände, mehrere unterirdische Ebenen und Kräne im Einsatz.

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Ein typisches Merkmal von Schwerwasserreaktoren, eine Containment-Kuppel, fehlt bislang, aber Experten sagen, eine solche könnte später hinzugefügt werden. Einige Experten vermuten, dass Israel möglicherweise einen reaktordomlosen Entwurf baut. Der bestehende Reaktor in Dimona ist seit den 1960er Jahren in Betrieb und hat damit die normale Lebensdauer von Reaktoren aus dieser Ära weit überschritten, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Israel einen Ersatz baut.

„Er ist hoch, wie man es erwarten würde, denn der Reaktorkern wird ziemlich hoch sein“, erklärte Lewis. „Aufgrund des Standorts, der Größe und des allgemeinen Fehlens anderer Bauarbeiten dort ist es wahrscheinlicher ein Reaktor als alles andere.“ Edwin Lyman von der Union of Concerned Scientists fügte hinzu, dass das Projekt ein kastenförmiger Reaktor ohne Kuppel sein könnte. Er betonte, dass der Mangel an Transparenz die Analysten zum Spekulieren zwingt.

Nukleare Zweideutigkeit und globale Bedenken

Israels Atomprogramm basiert auf Geheimhaltung und dem, was Experten als „nukleare Zweideutigkeit“ bezeichnen. Das Land bestätigt oder dementiert nicht, im Besitz von Atomwaffen zu sein. Doch Leaks aus den 1980er Jahren deuteten darauf hin, dass Israel bereits Dutzende von Sprengköpfen produziert hatte.

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„Wenn es ein Schwerwasserreaktor ist, versuchen sie, die Fähigkeit zur Produktion von abgebranntem Brennstoff aufrechtzuerhalten, den sie dann zur Abtrennung von Plutonium für weitere Atomwaffen verarbeiten können“, erklärte Daryl G. Kimball von der Arms Control Association.

Plutonium und Tritium, beides Nebenprodukte von Schwerwasserreaktoren, sind entscheidend für Atomwaffen. Experten merken an, dass Tritium über die Zeit zerfällt, was eine neue Produktion notwendig macht. „Wenn sie einen neuen Produktionsreaktor bauen“, so Lyman, „bedeutet das nicht unbedingt, dass sie das vorhandene Plutonium ausweiten wollen, sondern Tritium herstellen möchten.“ Israel baute die Anlage in Dimona in den späten 1950er Jahren und hat sie außerhalb internationaler Aufsicht behalten.

Internationale Reaktionen und Zukunftsperspektiven

Israel gehört zu den wenigen Atomwaffenstaaten, die dem Atomwaffensperrvertrag nicht beigetreten sind. Dies bedeutet, dass die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) keine Inspektionen in Dimona durchführen kann. Auf die jüngste Bautätigkeit angesprochen, sagte die IAEA, dass Israel „nicht verpflichtet ist, Informationen über andere nukleare Einrichtungen im Land“ außer dem Soreq-Reaktor bereitzustellen.

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Diese Haltung sorgt international für Besorgnis, da die Unklarheit über das israelische Atomprogramm potenziell destabilisierend wirkt. Die geopolitische Situation im Nahen Osten ist ohnehin angespannt, und die Aussicht auf eine mögliche Erweiterung oder Modernisierung des nuklearen Arsenals Israels könnte die Spannungen weiter erhöhen.

Die Frage bleibt, wie die internationale Gemeinschaft auf diese Entwicklungen reagieren wird und welche Maßnahmen ergriffen werden könnten, um Transparenz zu fördern und die Spannungen in der Region zu reduzieren.

Die Bauarbeiten in Dimona werfen zahlreiche Fragen auf, nicht nur über Israels nukleare Absichten, sondern auch über die Stabilität der Region insgesamt. Wie wird die internationale Gemeinschaft auf diese Entwicklungen reagieren, und welche Rolle kann Diplomatie spielen, um mögliche Konflikte zu vermeiden?

Dieser Artikel basiert auf verifizierten Quellen und wird durch redaktionelle Technologien unterstützt.
Lukas Müller

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Lukas Müller covers “public debate” and “Central European affairs” for Visegrád Post. This beat fits the publication's focus on Central European affairs, geopolitics and public debate, with a particular editorial interest in “geopolitics”. Their articles favour an explanatory style that defines terms before examining what is at stake.