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„Wir sind völlig abgehängt“: Deutsche Fusionsforscher verzweifelt während Thales diesen revolutionären Laser Fusionsreaktor mit 18,5 Millionen Euro Förderung bis 2035 entwickelt

„Wir sind völlig abgehängt“: Deutsche Fusionsforscher verzweifelt während Thales diesen revolutionären Laser Fusionsreaktor mit 18,5 Millionen Euro Förderung bis 2035 entwickelt
KURZ GESAGT
  • 🔬 Die Firma Thales entwickelt einen Fusionsreaktor auf Basis der laserbasierten Trägheitsfusion.
  • 📈 Investitionen in die Fusionsforschung sind weltweit stark angestiegen.
  • 🤝 Kooperation mit Institutionen wie dem CEA und CNRS zur Förderung der technologischen Entwicklung.
  • 🧪 Der Entwicklungsplan umfasst drei Phasen bis zur Fertigstellung eines Prototyps.

Im Zuge der stetig wachsenden Nachfrage nach nachhaltigen Energiequellen hat die Forschung an der nuklearen Fusion in den letzten Jahren erheblich an Fahrt gewonnen. Mehrere Unternehmen weltweit arbeiten intensiv daran, die Herausforderungen der Fusion zu meistern, um eine effiziente und saubere Energieproduktion zu ermöglichen. Laut der Fusion Industry Association (FIA) sind die Investitionen in die Entwicklung kommerzieller Fusionsreaktoren von 2021 bis 2022 von etwa 4,239 Milliarden Euro auf über 5,48 Milliarden Euro gestiegen. Eines der vielversprechendsten Projekte in diesem Bereich wird von der französischen Firma Thales vorangetrieben, die kürzlich die Tochtergesellschaft GenF gegründet hat, um die Energieerzeugung durch nukleare Fusion mittels laserbasierter Trägheitsfusion voranzutreiben.

Laserbasierte Trägheitsfusion als technologische Grundlage

Die Entwicklung des Fusionsreaktors von GenF basiert auf der Technologie der laserbasierten Trägheitsfusion. Bei diesem Verfahren werden Hochleistungslaser eingesetzt, um Atomkerne zu fusionieren und dabei Energie freizusetzen. Diese Methode hat den Vorteil, dass sie potenziell kontrollierter und sicherer ist als andere Fusionsverfahren, da sie auf die Einwirkung starker Laserstrahlen auf kleine, präzise Zielbereiche setzt. Zu den Partnern von GenF gehören renommierte Institutionen wie das CEA (Commissariat à l’énergie atomique et aux énergies alternatives), die École Polytechnique und das CNRS (Centre national de la recherche scientifique).

Thales konnte bereits im Februar 2024 mit diesem Projekt die Unterstützung der französischen Regierung gewinnen, nachdem es im Rahmen eines staatlichen Förderprogramms ausgewählt wurde. Für die erste Entwicklungsphase erhielt das Unternehmen eine Finanzierung in Höhe von 18,5 Millionen Euro. Diese Phase umfasst vorrangig die Grundlagenforschung und die Entwicklung der notwendigen Technologien zur Umsetzung des Fusionsverfahrens.

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Erfahrung und Expertise von Thales

Thales ist ein weltweiter Marktführer im Bereich Hochtechnologie und verfügt über mehr als 40 Jahre Erfahrung in der Entwicklung von Hochleistungslasern. Diese Expertise war ausschlaggebend für die Entscheidung, die laserbasierte Trägheitsfusion als primäre Technologie für den Fusionsreaktor zu wählen. Thales hat unter anderem am Laser-Mégajoule-Programm des französischen Atomenergiekommissariats teilgenommen und diverse Komponenten für den Internationalen Thermonuklearen Experimentellen Reaktor (ITER) entwickelt.

Für das Projekt von GenF hat Thales ein Team von rund 50 Ingenieuren, Wissenschaftlern und Facharbeitern zusammengestellt. Diese sind mit der Herausforderung betraut, die spezifischen Komponenten und Prozesse zu entwickeln, die für den erfolgreichen Betrieb eines Fusionsreaktors erforderlich sind. Diese Zusammenarbeit soll sicherstellen, dass die hohen technischen Anforderungen der Trägheitsfusion erfüllt werden können.

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Mehrphasiger Entwicklungsplan

Das Projekt von GenF zur Entwicklung eines Fusionsreaktors ist in drei Phasen unterteilt. Die erste Phase konzentriert sich auf die Modellierung, Simulation und erste Experimente und soll bis 2027 abgeschlossen werden. In dieser Phase wird unter anderem in Einrichtungen wie dem Laser Mégajoule gearbeitet, um die theoretischen und praktischen Grundlagen der Fusionstechnologie zu erforschen.

Die zweite Phase, die von 2027 bis 2035 dauern soll, ist der technologischen Reifung gewidmet. In dieser Zeit wird das Team an der Synchronisation mehrerer Laser, der Entwicklung spezifischer Materialien für die Reaktorwände und der Herstellung kryogener Zielobjekte arbeiten. Die finale Phase, die Mitte der 2030er Jahre beginnen soll, sieht die Herstellung eines ersten funktionsfähigen Prototyps vor.

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Potenzial und Herausforderungen der Fusionsenergie

Die nukleare Fusion gilt als eine der vielversprechendsten Technologien zur Lösung der globalen Energieprobleme. Ihr Potenzial, eine nahezu unerschöpfliche und saubere Energiequelle zu bieten, könnte die Art und Weise, wie wir Energie erzeugen und verbrauchen, revolutionieren. Gleichzeitig stehen die Entwickler vor erheblichen technischen und wirtschaftlichen Herausforderungen, die überwunden werden müssen, um die Fusionsenergie kommerziell nutzbar zu machen.

Die Frage bleibt, ob die ambitionierten Pläne und die erheblichen Investitionen in die Fusionsforschung letztlich in der Lage sein werden, diese Herausforderungen zu meistern. Welche Rolle kann die Fusionsenergie in der zukünftigen globalen Energieversorgung spielen, und wie wird sich dies auf die bestehenden Energiemärkte auswirken?

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