Einwanderung: blutiger Zwischenfall an der kroatisch-bosnischen Grenze auf der neuen Balkanroute

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Kroatien – Neue Balkanroute: blutiger Zwischenfall an der kroatisch-bosnischen Grenze

Ein blutiger Zwischenfall, der auch unmittelbar mehrere Migranten involvierte, hat sich gestern Abend gegen 22 Uhr an der kroatisch-bosnischen Grenze unweit von Dolnji-Lapac etwa 100 Kilometer östlich von Zadar ereignet. Mehrere Personen, darunter zwei Kinder, sind dabei verwundet worden.

Ein aus Bosnien kommender Kleinlaster, der Migranten transportierte, hat gestern Abend den Grenzübergang nach Kroatien erzwungen und anschließend zwei Straßensperren durchgebrochen, die die kroatische Polizei aufstellt hatte, sodass die kroatischen Sicherheitskräfte das Feuer auf das Fahrzeug eröffnen mußten. Anschließend versuchte der Fahrer des Kleinlasters in einen Wald zu fliehen, während er 29 Migranten hinter sich ließ, von denen einige im Laufe des Zwischenfalls verletzt wurden und in nahegelegene Krankenhäuser in Zadar bzw. Gospić gebracht wurden, um medizinisch versorgt zu werden.

Es handelt sich bisher um den schwersten Zwischenfall mit Migranten in diesem Gebiet seit der Eröffnung einer neuen Balkanroute, durch die Migranten versuchen, nach Westeuropa durch Albanien, Bosnien und Kroatien zu gelangen. Durch diese neue Situation alarmiert hatte die österreichische Regierung schon letzte Woche ihre Absicht mitgeteilt, notfalls die österreichischen Grenzen hermetisch abzuriegeln, falls dies auch notwendig werden sollte.

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