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Viktor Orbáns Festrede zum 62. Jahrestag der Revolution und des Freiheitskampfes von 1956

23. Oktober 2018, Budapest

Sehr geehrte Gedenkende! Meine sehr geehrten Damen und Herren!

Laut eines Lehrsatzes der Mathematik ist das Produkt der Multiplikation zweier negativer Zahlen immer eine positive Zahl. Das ist eine schwer verständliche Wahrheit. Wenn wir diese seltsame Wahrheit in die Sprache der Geschichte übersetzen, dann zeichnen sich vor uns plötzlich die Grundzüge der ungarischen Geschichte ab. Beinahe jede unserer Revolutionen und Freiheitskämpfe gingen mit einem negativen Ergebnis zu Ende; Niederlage, Opfer, Vergeltung. Doch daraus wurde irgendwie am Ende ein positives Schlussergebnis; Erhaltenbleiben, Heimat und Freiheit. Dies ist ein wahres Mysterium, das jeder unserer nationalen Feiertage in Erinnerung ruft.

Meine sehr geehrten Damen und Herren!

1955 marschierten die sowjetischen Truppen aus Österreich hinaus. Damals hatten wir bereits schon zehn Jahre unter sowjetischer Besatzung gelebt. In Ungarn bestimmten die Einschüchterung, die Willkür, die Deportierungen, die Logik der sowjetischen Welt die Ordnung unseres Lebens. Ein jeder spürte, wenn es so weiterging, dann würde unter dem Druck der kommunistischen Barbarei jene Kultur, jene christliche, ungarische Kultur zerfallen, auseinanderfallen und sich in ihre Atome auflösen, die im Laufe von tausend Jahren die einander folgenden Generationen geschaffen hatten. Das Übel schien unvermeidbar zu sein. Im Laufe eines halben Jahrhunderts haben wir zweimal zwei Drittel des Territoriums von Ungarn zusammen mit den Millionen dort lebender Ungarn verloren, und jetzt bedrohte den Rest Ungarns, auch das Herz des historischen Ungarns, die kulturelle Vernichtung. Der Ungar ist kein Glücksspieler, er setzt seine Heimtat nicht gern aufs Spiel, er geht nur ungern auf Abenteuer mit einem zweifelhaften Ausgang ein. Wenn es sein muss, kann er auch ohne Hoffnung kämpfen, doch hat er es lieber, wenn sowohl das Heldentum als auch der nüchterne Verstand auf seiner Seite stehen. Die Freiheitskämpfer von 1956 haben eine vernünftige Entscheidung getroffen. Die Sowjets sind aus Österreich abgezogen, die ungarischen Kommunisten stießen sich gegenseitig die Dolche in ihre Rücken, und die freie westliche Welt ermunterte uns sowie versprach uns Hilfe. Auf der einen Seite die Hoffnungslosigkeit der sicheren Verderbnis, auf der anderen Seite die niemals mehr wiederkehrende letzte Möglichkeit. Man musste es versuchen. Und sie haben es auch versucht. Auf eine Weise, wie das nur wir, Ungarn, können. Mit dem Tod verachtenden Mut, unsere schlechten Diskussionen hinter uns lassend, in vollkommener Einheit und reinen Herzens. In einer Einheit, wie wir uns die Heimat genommen hatten, mit einem derartigen todesverachtenden Mut wie bei Nándorfehérvár gegen die Türken und derart reinen Herzens, wie in der Revolution im März 1848. Ehre den Helden!

Meine sehr geehrten Damen und Herren!

Mit jedem Jahr, mit dem wir uns von 1956 entfernen, sind jene immer weniger, die Anteil an jenen Tagen hatten oder deren Zeugen waren. Von vielen Veteranen, mit denen wir noch im vergangenen Jahr gemeinsam gedenken konnten, mussten wir uns seitdem verabschieden. Aus den „Pester Jungs“ sind seitdem Großväter geworden, und die einstigen Setzlinge an der Üllői Straße, deren Blätter damals den Rauch des Schießpulvers der Corvin-köz eingeatmet haben, besitzen inzwischen einen beachtlichen Umfang. Doch auch seitdem kommen wir jedes Jahr zusammen, ganz gleich, ob es regnet oder stürmt, und so wird es auch jedes Jahr am 23. Oktober sein, so lange Ungarn auf der Erde leben. Faludy hat richtig formuliert: 1956 ist für uns kein Andenken und ist nicht Geschichte, sondern es ist unser Herz und unser Rückgrat. In Ungarn gab es nach 1956 noch vierunddreißig Jahre lang die kommunistische Diktatur. Man muss leben. Wir haben so gelebt, wie wir konnten. Es ist noch nicht so lange her, wir erinnern uns noch; verbarrikadierter Horizont, schlechte Abmachungen, Heuchelei, Sichverstecken, schiefe Seitenblicke, verschlossene Herzen und Misstrauen. Der kalte Alltag der Diktaturen stutzt normalerweise die Würde des Menschen zurück, und selbst nach ihrem Untergang pflegen Leere, wenig Lebenskraft und Kleinlichkeit zu bleiben. Dem sind wir, Ungarn, entkommen, hiervor haben uns die sechsundfünfziger Freiheitskämpfer gerettet. Wir sind dankbar, dass uns nicht die Erinnerung an ein fünfzig Jahre währendes Halbdunkel beschieden war. Wir haben nicht das Beispiel der menschlichen Schwäche, nicht das der Entzweiung, sondern das des Mutes, des Heldentums und der Größe auf den Weg mitbekommen. Nur so war es möglich, dass wir, Ungarn, selbst noch während der kommunistischen Unterdrückung auf unsere Heimat stolz sein konnten.

Meine sehr geehrten Damen und Herren!

Wir, Ungarn, können am besten jammern, wir, Ungarn, können am schönsten klagen, und wir, Ungarn, können uns selbst am ehrlichsten beweinen. Wir sind die Großmeister des Besingens der völligen Hoffnungslosigkeit und Aussichtslosigkeit, selbst unsere Hymne sagt: „Und weh, Freiheit erblüht nicht aus dem Blut der Toten.” Und dabei stehen wir hier, eintausend und hundert Jahre nach der Landnahme, tausend Jahre nach der Gründung des christlichen ungarischen Staates, als eine der ältesten Nationen Europas, nachdem wir Besatzer und Besetzungen überlebt haben. Die Kaiser des mächtigen Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, die Khane des mächtigen mongolischen Reiches, die Sultane des noch mächtigeren Osmanischen Reiches und dann die mächtigsten sowjetischen Parteigeneralsekretäre wollten alle, dass es uns nicht einmal geben solle. Inmitten des unüberschaubaren germanischen und slawischen Meeres sind wir doch immer irgendwie erhaltengeblieben. Was ist das, wenn nicht eine echte, eine vollkommene Erfolgsgeschichte? Meine Damen und Herren, dies ist die Mathematik der ungarischen Geschichte: die vielen-vielen Minusse haben irgendwie ein Plus ergeben.

Sehr geehrte Gedenkende!

Das Mysterium des ungarischen Erhaltenbleibens ist nicht zu enträtseln. Die Gegend, der die Wunder entspringen, pflegt dem neugierigen menschlichen Verstand verborgen zu bleiben, aber das Herz kann doch etwas von den Ursachen erahnen. Unter den Ursachen des Erhaltenbleibens der Ungarn muss sich irgendwo die ewige ungarische Heldenhaftigkeit befinden. Dobó ließ den schwarzen Sarg auf die Mauern der Burg von Eger (Erlau) hochziehen, Szondi hieb mit weggeschossenen Bein bis zum letzten Moment auf seine Feinde ein, Zrínyi unternahm in seinen schönsten Kleidern den Ausbruch aus der Burg Sziget, „Es lebe die Heimat!” rief der erste ungarische Ministerpräsident, als er vor dem Exekutionskommando stand. Und hier sind sie. Die in den dreißiger Jahren geborenen Pester Jungs, die in ihren Zehnern, höchstens in ihren Zwanzigern waren, denen vom Leben Krieg, verdunkelte Fenster, Angst, Weinen in der Nacht, Pferdekadaver, Schutzräume und die Belagerung Budapests zuteil geworden war. Dann nach dem Krieg die das Land besetzenden Sowjets, die Trümmer der zerschossenen und zerbombten Stadt. Ein Land, ihre Heimat, die ihnen noch nie etwas gegeben hatte. Eine Nation, die nichts anderes bieten konnte, als an ihren Qualen teilzuhaben. Doch als der erste Lichtstrahl erschien, dass ihre Heimat vielleicht frei sein könnte, die erste Chance darauf, dass sich die Nation ihrer Zwangsweste entledigen könne, die erste sich rührende Hoffnung, dass Ungarn erneut ein ungarisches Land sein könnte, da wussten sie, was sie zu tun hatten, und sie gingen los, ohne nachzudenken. Die Pester Jungs, die nie etwas von ihrer Heimat bekommen hatten, die aber alles, was sie besaßen, für sie opferten. Wahrlich ist ihr Platz im Pantheon des ewigen ungarischen Heldentums.

Meine sehr geehrten Damen und Herren!

Als wir nach beinahe einem halben Jahrhundert der sowjetischen Besatzung und der kommunistischen Unterdrückung unsere Freiheit wiedererlangen und wir endlich die faulende Luft der Welt der Genossen aus unseren Lungen hinausblasen konnten, dachten wir, wir seien heimgekehrt. Ungarn ist seit tausend Jahren Teil des christlichen Europa. Europa sind wir. Weil wir auch damals Europäer geblieben waren, als man uns in Jalta verkauft und auch ’56, als man uns in Stich gelassen hat. Nachdem die Sowjets gegangen waren, hatten wir das Gefühl, wir könnten uns beruhigen, endlich sei unsere Geschichte, unsere Kultur und unsere weltpolitische Situation miteinander in Einklang gekommen, wir könnten unseren Platz in Europa erneut einnehmen, in der Familie der freien Nationen, die auf der Grundlage der christlichen Kultur, des nationalen Selbstbewusstseins und der menschlichen Würde steht. Alles schien so schön angeordnet zu sein. Wir hätten nicht einmal im Traum daran gedacht, dass 29 Jahre nach der Befreiung der geknechteten Nationen, dem Fall der Berliner Mauer, der Wiedervereinigung des entzweigerissenen europäischen Kontinents die europäischen Völker, und mit ihnen auch wir, Ungarn, einer lange nicht mehr gesehenen Kraftprobe entgegenblicken. Wir hätten uns nicht einmal im Traum vorstellen können, dass Europa nicht durch eine äußere militärische Bedrohung, nicht durch amerikanische oder russische Bestrebungen in Gefahr geraten würde, sondern durch sich selbst. Wer hätte gedacht, dass der erfolgreichste Kontinent des Erdballs, der die blühendste Kultur, die modernste Technik, die besten Schulen der Welt, das höchste jemals in der Geschichte der Menschheit erreichte Lebensniveau erschaffen hat, im Laufe von einigen Jahren auf den absteigenden Ast gerät, und an den Rand des Untergangs gedrängt wird?

Meine sehr geehrten Damen und Herren!

Die europäischen Menschen werden als Kinder von Nationen geboren. Wenn der europäische Mensch auf die Welt kommt, ist er ein Deutscher, ein Franzose, ein Italiener, ein Pole oder eben ein Ungar. Das ist natürlich in der Geschichte und der Natur. Wenn das Kind zu sprechen beginnt, dann spricht es seine ersten Worte auf Polnisch, auf Kroatisch, auf Schwedisch, auf Englisch oder eben auf Ungarisch, deshalb ist Europa anders als die anderen Kontinente. Europa ist die Heimat der Nationen, und kein Schmelztiegel. Wer hätte nach alldem denken können, dass der Europa schon mehrfach in Trümmern hinter sich zurücklassende imperiale Gedanke erneut sich verbreiten könnte? Wer hätte gedacht, dass andere uns sagen wollen, mit wem wir in unserer eigenen Heimat zusammenleben sollten? Wer hätte gedacht, dass auf Grundlage von kreierten Anschuldigungen Ungarn oder Polen attackiert und gegenüber Rumänien und der Slowakei, ja sogar Italien Drohungen ausgesprochen werden würden?

Meine sehr geehrten Damen und Herren!

Die Größe, die Kraft und den Ruhm Europas ergaben die miteinander gleichzeitig konkurrierenden und kooperierenden Nationen. Die Nationen respektierten gegenseitig ihre Rechte, sie verteidigten die Interessen ihrer Bürger, sie konnten gut zusammenarbeiten und profitierten gemeinsam von den Segnungen des Friedens, des Wachstums und der Sicherheit. Die in den Herzen der Patrioten lebende Leidenschaft inspirierte Selbstaufopferung, Uneigennützigkeit, wissenschaftliche Durchbrüche und gewaltige Schöpfungen der Kunst. Wir, Ungarn, haben uns vor anderthalb Jahrzehnten einem solchen Europa, dem Europa der Nationen angeschlossen. Wir haben die Einladung Helmut Kohls und Jacques Chiracs angenommen und nicht die Eroberungen Napoleon Bonapartes oder des Dritten Reiches akzeptiert. Wir, Ungarn, haben genug unter den Imperien gelitten. Jedes wollte aus uns gute Untertanen schnitzen. Sie haben nicht verstanden, dass wir eine Heimat besitzen, und die Heimat keine Untertanen hat, sondern Kinder. Seitdem haben sie vielleicht gelernt, dass die Ungarn die imperialen Absichten schon von weitem riechen und die Statthalter früher oder später vertreiben. Im besseren Fall.

Meine Damen und Herren!

Europa wurde nicht durch die selbstbewussten Nationen, sondern durch die Sehnsüchte nach der Errichtung eines Imperiums auf den falschen Weg geführt. Die Versuche, ein Reich zu errichten, und jene, die dies unternahmen, sind für die schrecklichen Kriege des 20. Jahrhunderts, das unzählbare Leid und die mehrfache Verwüstung des blühenden Europa verantwortlich. Der nationale und der internationale Sozialismus, der Faschismus und der Kommunismus verfolgten alle imperiale Wunschträume. Übernationale Ideen, im Schmelztiegel hergestellte Menschenarten neuen Typs, Geschäftsprofite vorher nie gesehenen Ausmaßes und die all das garantierende globale, das heißt imperiale Regierung. Dies war, und so scheint es, dies blieb auch jene große Versuchung, die sich immer und immer wieder in die Seelen der Mächtigen Europas einnistet. Heute werden in Brüssel erneut imperiale Märsche gespielt. Es stimmt zwar, dies ist eine andere Melodie, als es die alte war. Heute wird nicht mit Waffen erobert. Wir wissen sehr gut, dass Brüssel nicht Stambul, nicht Moskau, nicht das Berlin des Deutschen Reiches, ja nicht einmal Wien ist. Von Brüssel aus wurde niemals erobert, von Brüssel aus wurden nur Kolonien verwaltet. Wir aber waren niemals Kolonie und auch keine Kolonialisten, wir haben niemandem seine Heimat weggenommen, und gerade deshalb wollen wir auch niemandem die unsere geben.

Sehr geehrte Gedenkende! Meine sehr geehrten Damen und Herren!

Brüssel wird heute von denen beherrscht, die an die Stelle des Bündnisses der freien Nationen ein europäisches Reich wünschen. Ein europäisches Reich, dass nicht durch die gewählten führenden Politiker der Völker, sondern durch die Brüsseler Bürokraten gesteuert wird. Heute sind wir bereits an dem Punkt angelangt, dass auch in zahlreichen europäischen Ländern die Anhänger des europäischen Reiches regieren. Deshalb können wir wissen, wie jene schöne neue Welt aussehen wird, wenn es nach ihrem Willen geht. In zunehmender Zahl tauchen Männer im wehrfähigen Alter von anderen Erdteilen und aus anderen Kulturen auf, und noch zu unseren Lebzeiten formen sie die europäischen Großstädte nach ihrem Ebenbild, dabei die alteingesessenen europäischen Einwohner langsam aber sicher in die Minderheit drängend. Der Terror wird zu einem Bestandteil des großstädtischen Lebens. Die sich auf den Rechtsstaat berufende politische Manipulation wird alltäglich. Und die Rede- und Pressefreiheit erstreckt sich soweit, wir ihre Ansichten wiedergegeben werden.

Meine sehr geehrten Damen und Herren!

Jene, die aus der Europäischen Union ein europäisches Reich machen wollen, sind ausnahmslos Befürworter der Einwanderung. Sie haben das Hereinlassen der Migranten zum Maßstab des Europäertums erhoben, und sie erwarten, dass jedes Land und jedes Volk sich ohne zu zögern in ein multikulturelles Land und multikulturelles Volk umformen soll. Heute sehen wir schon, dass sie mit Absicht ihre gewaltige Polizei- und militärische Kraft nicht genutzt, Europa absichtlich nicht vor den Massen der Migranten beschützt haben. Wenn wir dazu in der Lage waren, hätten auch sie es sein können. Nicht die Fähigkeit fehlte, sondern der Wille. Die Brüsseler Avantgarde und die anderen, nationalstaatenfeindlichen führenden Politiker betrachten die Migration auch heute noch als eine Chance und Möglichkeit. Als eine Chance, die Europäische Union der Nationalstaaten durch ein multikulturelles Reich mit gemischter Bevölkerung, das zur Einheitlichkeit geglättet werden soll, abzulösen. Ein Europa ohne Nationalstaaten, eine von ihren nationalen Wurzeln abgetrennte Elite, ein Bündnis mit den multinationalen Kraftgruppierungen, eine Koalition mit den Finanzspekulanten. Das wäre hier das Paradies von George Soros.

Meine sehr geehrten Damen und Herren!

Wir schreiben jetzt den Oktober, aber in Europa denkt jetzt schon ein jeder an den Mai. Die Wahlen zum Europäischen Parlament werden entscheiden, in welche Richtung der Wagen Europas weiterrollen soll. Die europäischen Völker müssen sich eine Zukunft wählen. Auch wir, Ungarn, dürfen nicht schweigen. Wenn die Trompeten unsicher erklingen, dann können wir uns auch nicht um die wichtigste und wahrhaftigste Sache gruppieren. Wir müssen die Schranken betreten, und jene hervorrufen, die an das Europa der Nationen glauben, man muss die Fahne des freien und starken Europa schwingen. Wählen wir die Unabhängigkeit und die Zusammenarbeit der Nationen anstatt der globalen Regierung und Kontrolle. Weisen wir die Ideologie des Globalismus zurück und unterstützen wir an ihrer statt die Kultur des Patriotismus. Die Welt kann reicher, die Menschheit kann besser sein, wenn die bunte Welt der Nationen die Erde bevölkert. Wir glauben daran, dass jede Nation eigentümlich ist, auf ihre eigene Weise einzigartig, und den ihr anvertrauten Winkel der Welt hell erleuchten kann. Das haben wir bereits 1956 gedacht, ja wir haben hierfür rebelliert. Wir verehren unsere Kultur, die unsere Freiheit aufrechterhält und schützt. Wir glauben an die starken Familien, wir sehen unsere Traditionen und unsere Geschichte als besondere an, wir feiern unsere Helden, und vor allen Dingen lieben wir unsere Heimat. Wir wollen und werden nicht auf sie im Interesse irgendeiner imperialen oder globalen Regierung verzichten. Wir wollen unsere nationalen Gefühle nicht auslöschen, sondern wir ermuntern sie, ja lassen ihnen ihren freien Lauf, damit sie die in den ungarischen Menschen steckenden Fähigkeiten und ihr Talent befreien und freisetzen. Die Geschichte lehrt, dass in den souveränen Ländern die Freiheit erhalten bleibt, die Demokratie langwierig ist und Friede herrscht.

Sehr geehrte Gedenkende!

Gedenken wir den Freiheitskämpfern von ’56, rufen wir uns die Pester Jungs in Erinnerung, wählen wir die Zukunft des Patriotismus und des nationalen Stolzes!

Vorwärts Ungarn!


Übersetzung der Rede zur Verfügung gestellt durch das Amt für internationale Kommunikation der ungarischen Regierung.

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Gabriel Cruz is a U.K.-based journalist at Visegrád Post, where he has reported for five years on politics, society, environmental affairs, and global developments. Trained in journalism in London, he combines sharp analysis with a strong commitment to justice and sustainability. His work explores the forces shaping our era, from shifting power dynamics to planetary challenges. Contact: [email protected]

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5 Kommentare anzeigen
5 Kommentare
  1. helene5 an 24. Oktober 2018 15:24

    Interessant, wie Orbán die Geschichte nutzt, um sein Narrativ zu stützen. Aber ist das nicht ein bisschen einseitig? 🤔

    Antworten
  2. Madita an 24. Oktober 2018 16:28

    Die Rede ist voller Pathos! Ich frage mich, wie viel davon die Menschen in Ungarn wirklich anspricht.

    Antworten
  3. Ali an 24. Oktober 2018 17:31

    Klingt ein bisschen nach einem nostalgischen Blick in die Vergangenheit. Wie sieht es mit der Zukunft aus?

    Antworten
  4. Chloe an 24. Oktober 2018 18:35

    Danke, dass Sie die Rede geteilt haben. Es ist immer gut, verschiedene Perspektiven zu hören.

    Antworten
  5. Yusuf an 24. Oktober 2018 19:39

    Orbán spricht oft von Freiheit, aber wie frei sind die Medien in Ungarn wirklich? 🤨

    Antworten
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